Engel, Boten des Advent. Uriel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gereon Henkhues   

Engel, Boten des Advent.

Meditation der zweiten Woche

von Br. Gereon Henkhues

Uriel_122

 

Der adventliche Mensch ist bei sich zu Hause.

 

Und Gott sprach:

Lasset uns den Menschen machen

nach meinem Ebenbild.

Gott offenbart sich als Person, als der

Jahwe -Ich der ich bin da.

Jesus Christus erscheint den Jüngern mit den Worten:

Ego eimi Autos – Ich bin es selbst

Gott wird Mensch mit Namen

Imanuel – Gott mit uns

Gott spricht zum Menschen:

Du, ich habe Dich beim Namen gerufen. Du bist mein.

 

Gottes Ebenbild der Mensch ist Person.

Er ist es selbst, einzig.

 

Die Engel

schuf Gott und stattete sie mit Namen aus.

Der Name eines Engels ist Programm.

Die Engel dienen Gott als Botschafter seiner Liebe.

Sie handeln nicht aus sich heraus, sondern im Auftrag Gottes.

Sie sind aber ausgestattet mit freiem Willen,

siehe Michael der Gottesstreiter, Luzifer der Gottesgegner,

Raphael und Gabriel.

 

Uriel – (hebr.:Phanuel) Mein Licht ist Gott

 

Er ist der Engel der Wegweisung.

Er leuchtet den Suchenden den Weg durch das Dunkel.

Er kämpft gegen den (lat.)Diabolus, den Teufel,

den (wörtlich deutsch) Durcheinanderbringer.

Alle Teuflischen Aktionen beginnen damit,

dass die Menschen blind den Durchblick verlieren,

außer sich geraten(Hass, Wut, Zorn, Verzweiflung)

und ins dunkle Chos stürzen.

Uriel bringt Ihnen Gottes Licht nahe, gibt Kraft zur Umkehr,

zur Liebe zur Gelassenheit, weitet den Blick des Menschen,

stäkt neu aufkeimendes Gottvertrauen.

Der Mensch kehrt zu sich zurück,

ist wieder bei sich mit Gott auf du und du.

 

Wie ist das, wenn ein Mensch ganz bei sich selbst

und gleichzeitig ganz bei Gott sein kann?

 

Da ist ein gläubiger Mensch ganz bei der Sache.

In ihm ist es taghell.

Er erkennt.

Ihm geht ein Licht auf.

Sein Herz antwortet.

Ein Lachen,

ein Erschrecken,

ein Tränen reiches Gesicht lässt ihn erkennen, was bewegt.

Er ist bei sich.

Selbst—bewusst, Gott--bewusst

 

Wir Menschen, als Gottes Ebenbilder, sind fähig, ganz selbst zu werden und zu sein.

 

Nur ein Mensch, der ganz bei sich selbst ist, wird fähig sein zum Du,

zur Liebe, zu Gott.

Mit Gott auf Du und Du wird er überschattet von heiligem Geist.

 

Der Prophet Isaias sagt:

Auf ihn lässt sich der Geist Gottes nieder,

der Geist der Weisheit,

der Einsicht,

des Rates,

der Stärke

und der Erkenntnis gibt

und der Gottesfurcht.

 

Aus solchem Geist heraus vermag der Mensch zu singen:

Bei Gott bin ich geborgen, still wie ein Kind.

Bei ihm ist Trost und Heil.

Ja hin zu Gott verzehrt sich meine Seele,

kehrt in Frieden ein. (Taize)

 

Wer letztlich alles hinter sich gelassen hat,

Besitz, Einfluss und Bindungen,

gewinnt alles,

gewinnt, was man käuflich nicht erwerben kann,

sieht die Welt, die Schöpfung in einem neuen Licht.

 

Wenn wir in uns hineinhören,

vermögen wir da ganz unten in uns,

wo keiner hinschaut,

eine Stimme zu hören,

ein Klang, der gleichsam Jesu Wort besingt, was er den verängstigten Jüngern sagte:

Ego eimi Autos – Ich bin es selbst.

 

In der Taufe zu Brüdern und Schwestern Jesu geworden, dürfen wir unser Selbst feiern, neugeboren als Kinder Gottes.

Eines ist klar:

Ein jedes Kind Gottes ist, wie der hl. Paulus sagt, ein anderer Christus geworden und somit gesendet zu tun wie er getan, sich hinzugeben für das Leben der Welt.

 

So wie der Same in die Erde gelegt wird und noch schlummert und auf den Tag wartet,

an dem die Sonne ihn mit Licht und Wärme weckt und wachsen lässt,

so beginnt unser selbst werden in Gott ganz klein und hier und heute.

 

Diese Sonne kommt im Mensch gewordenen Gottessohn auf uns zu,

wenn wir uns nur öffnen und bereiten für ihn.

 

Dann vollendet sich unser Sein im Du dessen, der im Licht ist:

 

Und der Erzengel Uriel könnte uns an die Hand nehmen, wie es im Lied heißt:

 

Aus seinem Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht;

und alles wir zunichte, was dir so bange macht.

Zum Paradies des Himmels führt er dich durch die Zeit.

Und bringt dir Gottes Segen: Licht und Geborgenheit.

 

Br. Gereon Henkhues 12/2010