Engel Boten des Advent, Gabriel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gereon Henkhues   

Engel, Boten des Advent. Meditation zur vierten Woche

von Br. Gereon Henkhues

 

Gottes Sehnsucht ist der Mensch.(Augustinus)

Wer sich ihm öffnet, mit dem lässt er sich ein.(M. Buber)

 

Gabriel – (hebräisch Gavri-eloim) =Meine Gabe ist Gott.

Er ist der Engel, der selbstlosen bedingungslosen 

und hingebenden Liebe.

Er ist der Engel der Keuschheit und Reinheit.

So kann Johannes Jesus sagen lassen:

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten und mein Vater wird ihn lieben und wir werden kommen und Wohnung bei ihm haben.

(Joh.23 ff.)

 

Er hilft dem gestürzten Daniel wieder auf die Beine und klärt ihn über seine Geschichte und die bevorstehende Ankunft des Messias auf. (Dan.8,16 + 9, 20 ff.)

 

Er kündigt dem kleinen Mädchen Miriam aus Nazareth  die Überschattung durch den heiligen Geist an und dass sie den Sohn Gottes, Jesus den Immanuel d. h. den Gott mit uns zur Welt bringen wird,

vorausgesetzt, sie sagt Ja, ist einverstanden,

offen für die Kraft des Allerhöchsten.

 

Gott schickt uns den Engel Gabriel, um uns seine liebende Nähe anzukündigen.

 

An uns ist es seine Sehnsucht zu erwidern,

in dem wir uns  selbst verlierend loslassen,

damit Gott in uns alles in allem wird.

 

Gott schenkt sich her,

wird groß in Maria, der Jungfrau.

 

Fürchte dich nicht, Maria.

Der Hl. Geist wird über dich kommen

und die Kraft Gottes wird dich überschatten. (Luk.1,35)

 

Maria spricht:

Siehe ich bin die Magd des Herrn,

mir geschehe nach deinem Wort.

 

Gott selbst kommt in sein Eigentum,

doch die Menschen nehmen ihn nicht auf.

Sie verschließen sich und Gott geht vorbei.

 

Denn in der Herberge war kein Platz für sie da. (Lk.2,7)

 

Dennoch wird Gott groß in Maria und findet sich ein,

bleibt außen vor in der Kälte

und erleidet so sein Krippendasein.

 

Auch heute sprechen nicht  alle das Ja der Maria.

Auch heute finden wir ihn dort,

  • wo schützende Dächer zu Kälte durchflutende Wartezimmer werden,
  • wo Tür gewiesene herzlos in lebensfeindliche Elendsgettos verbracht werden.
  • wo Leben auf dem Straßenasphalt einsam erfriert.

 

In dieser klugen Zeit,

  • wo Arme dumm gehalten zur Machtsicherung der Eliten
  • wo Gutheit als Dummheit durchgeht und Herzenseinfalt für naiv gehalten wird
  • wo schlaue Siegertypen kriegstreibend Verlierern den Kampf aufzwingen

da ist aber noch nicht alles verloren, weil es die vielen adventlichen Menschen gibt,

  • Gottsucher,
  • Menschen willenstark bei sich zu Hause,
  • im Herzen berührt
  • und zur liebenden Hingabe bereit,

da greift Gott ein, gewaltlos – gering

und ohnmächtig – mächtig.

 

Gott, die Liebe des Vaters,

will sich verströmen.

Öffne du Mensch dein Herz für ihn.

 

Er wartet schon,

  • will dich mit seiner Kraft überschatten,
  • will eintreten bei dir,
  • will eins werden mit dir.

 

Er wartet auf dich, da

  • wo dein Herz angesehen wird von ihm mit den Augen des Armen, Bedrohten und Fremden,
  • wo du dich vom Geist des Gutseins leiten lässt  und deine Kraft verschwendest an Trauernde, Einsame, Bedürftige und Schwache.
  • wo du seine Sehnsucht nach dir erwiderst, in dem du wie Maria, der Magd des Herrn, es geschehen lässt.

 

Du, Allerhöchster Herr.

Sende doch Gabriel, dass er mir Deinen Willen kund tut.

Lass‘ mich Maria sein,

Liebe sein,

Mir geschehe nach deinem Wort

Ja, ich will,

ich bringe dich du ewige Liebe zur Welt.

Dann wirst du sie erstrahlen lassen auf den Gesichtern der Menschen.