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Geschrieben von: Gereon Henkhues   
Stern_von_Bethlehem2

Wort für die Woche zum Fest Erscheinung des Herrn

2012 im Lesejahr B
von Br. Gereon Henkhues

 

„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten:
Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ (Mt. 2,1+2)

Die Geburt Jesu in Bethlehem, eine Sternstunde der Menschheit.
Die in Menschengewand gekleidete Liebe Gottes,
das dem Menschen geborene Wort Gottes, täglich
wird immer neu zur Sternstunde des Friedens und der Versöhnung in der Welt.
Folgen wir also, wie die Weisen dem Stern der uns Augenblick für Augenblick erstrahlt, wenn wir denn Ausschau nach ihm halten.

Wer in seinen vier Wänden bleibt,
wird nie zu den Sternen aufblicken.
Nur wer das Weite sucht
in der Nacht, nicht am Tage,
dem leuchten Sterne.

Sternstunden kommen unverhofft,
unerwartet, sind ein Geschenk,
unverdientes Glück.

Sternstunden:
Zeiten sich ankündigen des Heils.
Sterne bringen Glanz in die Nacht.
Licht am Ende des Tunnels,
Licht das vorwärts zieht.

Mögliches wird auf den Weg gebracht,
Unmögliches wird verstanden,
Mauern werden überwunden,
Wunden beginnen zu heilen,
Nähe wird neu geschenkt.

Sternstunden, Stunden der Begegnung im Leben Jesu.
Hirten kommen zum Kind,
Weise beten an.
Johannes sieht Jesus,
das Lamm Gottes,
zur Taufe bereit.
Bekenntnis des Vaters:
Dies ist mein geliebter Sohn.
Sternstunde der Nähe Gottes.
Stephanus sieht den Himmel offen.

Sternstunden auf dem Gesicht der Menschen:
Licht denen im Dunkeln
Sie haben ein Gesicht
Licht den Unbehausten
Sie haben ein Gesicht
Licht den Hungernden nach Gerechtigkeit
Sie haben ein Gesicht
Licht den Trauernden im Leid
Sie haben ein Gesicht
Licht den mit Blindheit Geschlagenen
Sie haben ein Gesicht
Licht den Ausgenützten und Ausgebeuteten
Sie haben ein Gesicht
Lichtumflutet
Das Gesicht des Kindes von Bethlehem
Kommt, lasset uns anbeten.