 |
Wort für die Woche
zum 3. Sonntag
im Jahreskreis, Lesejahr B zu Markus 1,14-20 von
Br. Gereon Henkhues
|
Jesus sagte: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“
Jesus hört von der Gefangennahme Johannes des Täufers. Ein Alarmzeichen für ihn. Er geht nach Galiläa und beginnt seinen öffentlichen Auftritt mit den gleichen Worten, wie es Johannes in der Wüste tat: "Kehrt um, das Himmelreich ist nahe."
Weiter hören wir im Evangelium von Menschen, die seinem Ruf gleich unmittelbar, ohne wenn und aber, folgen. Sie sagen nicht: O Gott, wie toll. Da bin ich dabei - oder - Was ist’n das für ein Spinner. Das ist nicht mein Ding. Mir geht es gut, kein Grund zur Nachfolge. Dies alles steht da nicht, sondern Jesu Ruf lässt sie nicht los. Sie sind ergriffen, gewandelt, innerlich und äußerlich. Sie lassen alles stehen und liegen und folgen ihm.
Der Ruf Jesu geht hier und heute an uns. „ Komm, lass’ alles beiseite, was dich hindert zu mir und folgen“, will Jesus sagen. Was antworten wir?
Dazu gehört, dass wir uns öffnen für ihn, hinhören. Täglich ergeht sein Ruf an uns, plötzlich und oft unerwartet. • Jemand spricht mich an, erkenne ich, was er will? • Jemand gibt mir ein Zeichen, rührt es mich an, suche ich Begegnung mit ihm? • Ein Kind schenkt mir ein Bild, was sagt dies mir? Ich mag dich, schau mal du bist so für mich? • Jemand kritisiert mich: Lässt es mich kalt oder berührt es mich? • Jemand ist hilflos: Soll ich helfen?
Die leisen und lauten Rufe sind vielfältig. Worauf sollen wir hören?
Auf den Ruf und Klang, der vom Herzen des Menschen her rührt. Wo und wie sollen wir hören?
Machen wir es wie die Jünger. Im Anderen, im Nächsten, der uns augenblicklich begegnet, spricht Jesus uns an: Komm, schau auf den Menschen. Komm, nimm dich der Schwachen an. Komm, besuche Kranke und Einsame. Komm, fang neu an, löse dich von scheinbaren Sicherheiten und dem, was dich hindert zu mir. Komm!
|