WfdW 7.So. JK.B Mk.2,1-12 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gereon Henkhues   
Heilung_des_Gelhmten

Wort für die Wochen zum 7. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B zu Markus 2, 1-12

von Br. Gereon Henkhues

„Da brachte man einen Gelähmten zu ihm…… Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Kranken: Deine Sünden sind dir vergeben ( MK. 2,1-12)

Zu diesem Jesus wollen die vier Freunde den Gelähmten bringen.

Die vier Männer kommen wegen des Andranges nicht in das Haus,

wo Jesus sich befindet.

Sie gehen auf das Dach decken  es auf und lassen den Kranken an Seilen, vor Jesus herunter.

Jesus sieht den Glauben der Männer und reagiert.

„Mein Sohn, deine Sünden sind Dir vergeben.“

Jesus weiß um den Wert der Gesundheit.

Er weiß aber vielmehr um die Not der Sünde.

Sünde ist der Grund,

dass die Menschheit von Gott getrennt ist.

Sünde zerfrisst den Menschen von innen heraus wie ein Geschwür.

Die Sünde ist der Grund,

warum es in dieser Welt so dunkel ist.

Und deshalb heilt Jesus zunächst die eigentliche Krankheit und sagt zu ihm:

"Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben."

Viele Menschen tragen eine Last mit sich herum.

Da ist so viel schief gelaufen im Leben.

So viel Versagen, so viel Schuld.

Die Einen erleben das bewusst,

die Anderen unbewusst.

Aber tief im Inneren des Menschen gibt es so viele Dinge, die lähmen.

Die Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend, wie Missbrauch, Demütigung, Versagen, Trennung und Verachtung, und vor allem auch da wo die Kraft zur Vergebung nicht reicht.

Hass und Ausgrenzung des einzelnen lassen die Seele steif werden.

Zur Zeit Jesu herrschte die Meinung, dass schwere Krankheiten durch das sündige Verhalten des Kranken, bzw. dessen Eltern entstanden.

Jesus räumte mit diesem Unsinn radikal auf.

"Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben".

Dass die Sündhaftigkeit des Mannes nicht direkt mit dessen Lähmung zusammenhängt, zeigt die Tatsache, dass er nicht sofort aufsteht und gesund ist.

Zunächst muss er die Diskussion zwischen Jesus und den Schriftgelehrten abwarten.

Sie werfen ihm Gotteslästerung vor. Darauf steht die Todesstrafe!

Was aber, so die Schriftgelehrten wenn dieser Jesus tatsächlich seine Frage wahr werden lässt?

"Was ist leichter" fragt Jesus nämlich, "zu dem Gelähmten zu sagen, Dir sind deine Sünden vergeben", oder: "steh auf, nimm dein Bett und geh umher?"

Da müssen die Gelehrten schweigen. Da waren sie mit ihrer vermeintlichen Weisheit am Ende. Jesus zeigt den Anwesenden, dass er von Gott ist,

denn er heilt die Lähmung und vergibt die Sünden des Mannes.

Tatsächlich steht der Gelähmte nach der Aufforderung Jesu auf und geht fort.

Jesus sagt uns auch heute:  „Ich bin bei euch alle Tage“, aber er hat keine anderen Hände als die unseren, um sein Heil zu schenken.

Gesundheit ist ein hohes Gut, aber sie ist nicht das Höchste.

Das Höchste ist die Verzeihung von Sünden.

Jesus macht mich frei von dem, was mich lähmt, was mich von Gott

trennt. Da kann ein Mensch seine Krankheit tragen lernen und sich trotzdem freuen, von Gott geliebt zu sein.

Jesus Christus das Gesicht der Liebe Gottes des Vaters hat die Krankheit und Schmerzen der Menschheit auf sich genommen und den heilenden Weg zu Gott endgültig für uns geebnet.

Auch uns wird es am Ende unseres Lebens so ergehen, wenn wir vor Jesus stehen werden. Dann wird er auch zu dir und mir sagen:

Deine Sünden sind dir vergeben, und:

Steh auf und geh heim,

diesmal aber in den Himmel,

dem Raum der Liebe Gottes.