Spirituelle Erfahrungen und menschliche Empfindungen haben sich über die Zeiten hinweg in einer Fülle von schriftlichen Zeugnissen niedergeschlagen.
Hier entsteht eine Sammlung von weisen und klugen Texten, über die man, an dieser oder jener Stelle im Laufe der Zeit "stolpert", sie vernimmt und die einen anschließend in ihren Bann ziehen.
Lebensregeln von Papst Johannes XXIII Die Zehn Gebote der Gelassenheit
Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern - nur mich selbst.
Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin - nicht für die anderen, sondern auch für diese Welt.
Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
Nur für heute werde ich eine gute Tat verbringen, und ich werde es niemandem erzählen.
Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
Nur für heute werde ich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten - , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist - und ich werde an die Güte glauben.
Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen - und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit
Befolge grundsätzlich die folgenden drei Regeln: denke an - Respekt für Dich selbst - Respekt für andere und - Respekt (Verantwortung) für alle Deine Handlungen.
Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.
Lerne die Regeln, damit Du weißt, wie Du sie brichst.
Wenn Du merkst, dass Du einen Fehler gemacht hast, unternimm unverzüglich etwas, um ihn zu korrigieren.
Verbringe jeden Tag einige Zeit mit Dir selbst.
Begegne Veränderungen mit offenen Armen, aber verliere dabei nicht Deine Wertmaßstäbe.
Denk daran, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Lebe ein gutes ehrbares Leben - wenn Du älter wirst und zurückdenkst, wirst Du es ein zweites Mal genießen können.
Eine freundliche Atmosphäre in Deinem Haus ist die beste Grundlage für Dein Leben.
Wenn Du mit lieben Freunden streitest, bezieh Dich nur auf die aktuelle Situation - lass die Vergangenheit ruhen.
Teile Dein Wissen, so erlangst Du Unsterblichkeit.
Sei freundlich zur Erde.
Besuche einmal im Jahr einen Ort, den Du noch nicht kennst.
Denk daran, die beste Beziehung ist die, in der die Liebe für den anderen größer ist, als das Verlangen nach dem anderen.
Bewerte Deine Erfolge daran, was Du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.
Geh deinen Weg ruhig, mitten in Hast und Eile. Erinnere dich, welch ein Frieden in der Stille ruht. Soweit es dir möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben, suche ein gutes Auskommen mit allen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar. Höre anderen zu. Selbst wenn sie sich aufspielen oder wenig wissen, auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute und aggressive Menschen, sie quälen den Geist. Wenn du dich vergleichst mit anderen, wirst du eitel oder bitter, denn es gibt immer größere oder geringere Menschen als dich selbst. Sei auf deine Pläne ebenso stolz wie auf das, was du erreicht hast. Sei interessiert an deinem Beruf. Auch wenn er bescheiden ist. Er ist ein wirklicher Besitz im wechselhaften Glück der Zeit. Übe Vorsicht bei deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrug. Aber werde bei all dem nicht blind für die Rechtschaffenheit, die es gibt.
Viele Menschen streben nach hohen Zielen und überall strotzt das Leben vor Heldenmut. Sei du selbst. Vor allem: Weder heuchle Zuneigung, noch sei zynisch mit der Liebe, denn selbst aller Öde und aller Ernüchterung, sie ist so beständig wie das Gras.
Schicke dich in den Ratschluss der Jahre und lass die Dinge der Jugend taktvoll los. Nähre die Kraft deines Geistes, dass sie dich schützt bei plötzlichem Unglück. Aber quäle dich nicht mit Einbildungen, viele Ängste sind Folgen der Müdigkeit und Einsamkeit. Bei aller heilsamer Selbstzucht, meine es gut mit dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums. Nicht weniger als die Bäume und Sterne hast du ein Recht, hier zu sein. Und ob du dir klar wirst darüber oder nicht: Das Universum entfaltet sich zweifellos so, wie es werden soll.
Darum werde ruhig in Gott, wie immer du ihn dir auch vorstellst, wofür immer du dich mühst und wonach immer du dich auch sehnst im lärmenden Durcheinander des Lebens. Lebe in Frieden mit deiner Seele.
Mit all ihrer Lüge, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es noch immer eine wunderschöne Welt.
Haben wir eigentlich schon einmal die Erfahrung der Gnade gemacht? Wir meinen damit nicht irgendein frommes Gefühl, eine feiertägliche, religiöse Erhebung, eine sanfte Tröstung, [...] Kann man die Gnade in diesem Leben überhaupt erfahren? [...] Nun sagen uns zwar die Mystiker - und sie würden die Wahrheit ihrer Aussage mit der Hingabe ihres Lebens bezeugen -, daß sie Gott und also die Gnade schon erfahren haben. Aber mit dem erfahrungsmäßigen Wissen Gottes in der Mystik ist es eine dunkle und geheimnisvolle Sache, über die man nicht reden kann, wenn man sie nicht hat, und nicht reden wird, wenn man sie hat. Unsere Frage läßt sich also nicht einfach a priori beantworten. [...] suchen wir selbst, ihn in unserer Erfahrung zu entdecken. Man kann da nur schüchtern und vorsichtig vielleicht auf manches hinweisen. Haben wir schon einmal geschwiegen, obwohl wir uns verteidigen wollten, obwohl wir ungerecht behandelt wurden? Haben wir schon einmal verziehen, obwohl wir keinen Lohn dafür erhielten und man das schweigende Verzeihen als selbstverständlich annahm? Haben wir schon einmal gehorcht, nicht weil wir mußten und sonst Unannehmlichkeiten gehabt hätten, sondern bloß wegen jenes Geheimnisvollen, Schweigenden, Unfaßbaren, das wir Gott und seinen Willen nennen? Haben wir schon einmal geopfert, ohne Dank, Anerkennung, selbst ohne das Gefühl einer inneren Befriedigung? Waren wir schon einmal restlos einsam? Haben wir uns schon einmal zu etwas entschieden, rein aus dem innersten Spruch unseres Gewissens heraus, dort, wo man es niemand mehr sagen, niemand mehr klarmachen kann, wo man ganz einsam ist und weiß, daß man eine Entscheidung fällt, die niemand einem abnimmt, die man für immer und ewig zu verantworten hat? Haben wir schon einmal versucht, Gott zu lieben, dort, wo keine Welle einer gefühlvollen Begeisterung einen mehr trägt, wo man sich und seinen Lebensdrang nicht mehr mit Gott verwechseln kann, dort, wo man meint zu sterben an solcher Liebe, wo sie erscheint wie der Tod und die absolute Verneinung, dort, wo man scheinbar ins Leere und gänzlich Unerhörte zu rufen scheint, dort, wo es wie ein entsetzlicher Sprung ins Bodenlose aussieht, dort, wo alles ungreifbar und scheinbar sinnlos zu werden scheint? Haben wir einmal eine Pflicht getan, wo man sie scheinbar nur tun kann mit dem verbrennenden Gefühl, sich wirklich selbst zu verleugnen und auszustreichen, wo man sie scheinbar nur tun kann, indem man eine entsetzliche Dummheit tut, die einem niemand dankt? Waren wir einmal gut zu einem Menschen, von dem kein Echo der Dankbarkeit und des Verständnisses zurückkommt, und wir auch nicht durch das Gefühl belohnt werden, «selbstlos», anständig usw. gewesen zu sein? Suchen wir selbst in solcher Erfahrung unseres Lebens, suchen wir die eigenen Erfahrungen, in denen gerade uns so etwas passiert ist. Wenn wir solche finden, haben wir die Erfahrung des Geistes gemacht, die wir meinen. Die Erfahrung der Ewigkeit, die Erfahrung, daß der Geist mehr ist als ein Stück dieser zeitlichen Welt, die Erfahrung, daß der Sinn des Menschen nicht in Sinn und Glück dieser Welt aufgeht, [...] Von da aus könnten wir verstehen, was für eine geheime Leidenschaft in den eigentlichen Menschen des Geistes und in den Heiligen lebt. Sie wollen diese Erfahrung machen. [...] Sie haben den Geschmack des Geistes bekommen. Während die gewöhnlichen Menschen solche Erfahrungen nur betrachten als unangenehme, wenn auch nicht ganz vermeidbare Unterbrechungen des eigentlichen normalen Lebens, in dem Geist nur die Würze und Garnierung eines anderen Lebens ist, nicht aber das Eigentliche, haben die Menschen des Geistes und die Heiligen den Geschmack des feinen Geistes erhalten. Geist wird von ihnen gewissermaßen rein getrunken, nicht nur als Gewürz des irdischen Daseins genossen. Darum ihr merkwürdiges Leben, ihre Armut, ihr Verlangen nach Demut, ihre Sehnsucht nach dem Tod, ihre Leidensbereitschaft, ihre geheime Sehnsucht nach dem Martyrium. Nicht als ob sie nicht auch schwach wären. Nicht als ob sie nicht auch immer wieder zurückkehren müßten in die Gewöhnlichkeit des Alltags. Nicht als ob sie nicht wüßten, daß die Gnade auch den Alltag und das vernünftige Handeln segnen kann und zu einem Schritt auf Gott hin zu machen vermag. Nicht als ob sie nicht wüßten, daß wir hier keine Engel sind und auch nicht sein sollen. Aber sie wissen, daß der Mensch als Geist, und zwar in der realen Existenz, nicht bloß in der Spekulation, wirklich auf der Grenze zwischen Gott und Welt, Zeit und Ewigkeit leben soll, und sie suchen sich immer wieder zu vergewissern, daß sie das auch wirklich tun, daß der Geist in ihnen nicht nur das Mittel der menschlichen Art des Lebens ist. Und nun: wenn wir diese Erfahrung des Geistes machen, dann haben wir (wir als Christen mindestens, die im Glauben leben) auch schon faktisch die Erfahrung des Übernatürlichen gemacht. Sehr anonym und unausdrücklich vielleicht. Wahrscheinlich sogar so, daß wir uns dabei nicht umwenden können, nicht umwenden dürfen, um das Übernatürliche selber direkt anzublicken. Aber wir wissen, wenn wir in dieser Erfahrung des Geistes uns loslassen, [...], dann ist in uns faktisch nicht nur der Geist, sondern der Heilige Geist am Werk. Dann ist die Stunde seiner Gnade. Dann ist die scheinbar unheimliche Bodenlosigkeit unserer Existenz, die wir erfahren, die Bodenlosigkeit Gottes, der sich uns mitteilt, [...]. Wenn wir losgelassen haben und uns nicht mehr selbst gehören, wenn wir uns selbst verleugnet haben und nicht mehr über uns verfügen, wenn alles und wir selbst wie in eine unendliche Ferne von uns weggerückt ist, dann fangen wir an, in der Welt Gottes selbst, des Gottes der Gnade und des ewigen Lebens zu leben. Das mag uns am Anfang noch ungewohnt vorkommen, und wir werden immer wieder versucht sein, wie erschreckt in das Vertraute und Nahe zurückzufliehen, ja wir werden es sogar oft tun müssen und tun dürfen. Aber wir sollten uns doch allmählich an den Geschmack des reinen Weines des Geistes, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, zu gewöhnen suchen. Wenigstens so weit, daß wir den Kelch nicht zurückstoßen, wenn Seine Führung und Vorsehung ihn uns reicht. Der Kelch des Heiligen Geistes ist identisch in diesem Leben mit dem Kelch Christi. Ihn aber trinkt nur der, der langsam ein wenig gelernt hat, in der Leere die Fülle, in dem Untergang den Aufgang, im Tod das Leben, im Verzicht das Finden herauszukosten. Wer es lernt, macht die Erfahrung des Geistes, des reinen Geistes, und in dieser Erfahrung die Erfahrung des Heiligen Geistes der Gnade. Denn zu dieser Befreiung des Geistes kommt es im Ganzen und auf die Dauer nur durch die Gnade Christi im Glauben. Wo er diesen Geist befreit, befreit er ihn aber durch die übernatürliche Gnade in das Leben Gottes selbst hinein. Suchen wir selbst in der Betrachtung unseres Lebens die Erfahrung der Gnade. Nicht um zu sagen: da ist sie; ich habe sie.- Man kann sie nicht finden, um sie triumphierend als sein Eigentum und Besitztum zu reklamieren. Man kann sie nur suchen, indem man sich vergißt, man kann sie nur finden, indem man Gott sucht und sich in selbstvergessender Liebe ihm hingibt, ohne noch zu sich selbst zurückzukehren. Aber man soll sich ab und zu fragen, ob so etwas wie diese tötende und lebendigmachende Erfahrung in einem lebt, um zu ermessen, wie weit der Weg noch ist, und wie ferne wir noch von der Erfahrung des Heiligen Geistes in unserem sogenannten geistlichen Leben entfernt leben. Grandis nobis restat via. Venite et gustate, quam suavis sit Dominus! Ein weiter Weg liegt noch vor uns. Kommt und verkostet, wie liebreich der Herr ist!
Die Geburt ist nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind. Zu leben bedeutet, jede Minute geboren zu werden. Der Tod tritt ein, wenn die Geburt aufhört.
Wenn dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seine Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn.
Und selbst, wenn du nichts getan hast in deinem ganzem Leben außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedesmal wieder fortlief, nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hast du dein Leben wohl erfüllt.
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andere, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen; nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Übermorgen wird morgen und morgen wird heute. Wie Perlen von einer gerissenen Kette rollen die Tage. Werft euch zu Boden und sucht - ihr findet sie nicht mehr. Heute wird gestern und gestern wird vorgestern, laßt es nicht zu! Fangt das Heute!
Christus hat keine Hände, nur unsere Hände um seine Arbeit heute zu tun. Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen. Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen. Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.
Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest. Wir sind Gottes letzte Botschaft, in Taten und Worten geschrieben.
Und wenn die Schrift gefälscht ist, nicht gelesen werden kann? Wenn unsere Hände mit anderen Dingen beschäftigt sind als mit den seinen? Wenn unsere Füße dahin gehen, wohin die Sünde zieht? Wenn unsere Lippen sprechen, was er verwerfen würde? Erwarten wir, ihm dienen zu können, ohne ihm nachzufolgen?
In Anlehnung an das Gleichnis vom barmherzigen Samarither: (Wer ist uns der Nächste?)
Wohl wissend, das manche Zeitgenossen, unter ihnen auch einige die sich selbst als Christen bezeichen würden, das sozialpolitische Engagement von Paul David Hewson, angesichts seines Reichtums, als ziehmlich nervig, störend und unredlich finden, zum trotze: That's what's up to me to do ! Now !
Poverty-Speech
"When I was a boy, my first impression of America was a man walking on the moon - Neil Armstrong, 1969. And I thought, ˜These Americans are mad! They are mad.' For I thought, ˜What can this country do? What can these people do if they put their mind to it? It's incredible.'
John F. Kennedy is the one in 1963... he said, ˜By the end of the decade, we're going to put a man on the moon.' Well... it's not because it was on everyone's mind. It just was the right thing to do and it was...
It's what we're asking now. President Bush, Prime Minister Blair, and all the other world leaders to do. We're asking them to do something extraordinary... not put a man on the moon, more like put mankind back on Earth.
We have the technology. We have the resources. We have the know-how... to end the extreme poverty... if we have the will... and I believe we have the will.
Others, you know, the other civil rights movement. Others ended apartheid. Others tore back the iron curtain. That's what this generation... that's what's up to us... our moon shot... our putting a man on the moon - we're going to end extreme poverty. We're going to make poverty history. That's what's fallen to us to do. And I believe that's not an impossible venture.
I believe in 50 years, when I look back on this moment,... and they'll say, €˜there were some people at a time who said:
It's not okay to have a child die for a lack of a 20 cent immunization.
It's not okay to have a child die for lack of food in his belly in the 21st century.
That's not okay anymore.
Now I now that you know that. But I'd like you to tell President Bush that, Prime Minister Blair that and any other politician you see. And you can do it quite easily. So... we're looking for a million Americans to e-mail us to join the ONE campaign, not looking for your money; looking for your voice."
Paul David Hewson, besser bekannt unter dem Spitznamen: Bono, Vokalist der Rockband U2
....»Schau um dich und fixiere deinen Blick auf irgendeinen Punkt«, sagte er. Ich wählte das Kreuz auf einem Kirchturm, den ich in der Ferne sehen konnte. »Fixiere diesen Punkt, und versuch dich nur auf das zu konzentrieren, was ich dir sagen werde. Auch wenn du etwas anderes spüren solltest, laß dich nicht ablenken. Tu, was ich dir sage.« Ich stand ganz entspannt da und hatte den Turm fixiert, als Petrus sich hinter mich stellte und einen Finger unten in meinen Nacken drückte. .... »Die Reise, die zuvor eine Qual gewesen ist, weil du nur ankommen wolltest, beginnt sich nun in eine Freude zu verwandeln, in die Freude an der Suche und am Abenteuer. Damit nährst du etwas sehr Wichtiges, nämlich deine Träume. Ein Mensch darf nie aufhören zu träumen. Der Traum ist für die Seele, was Nahrung für den Körper bedeutet. Wir müssen häufig in unserem Leben erfahren, wie unsere Träume zerstört und unsere Wünsche nicht erfüllt werden, dennoch dürfen wir nie aufhören zu träumen, sonst stirbt unsere Seele, und die Agape kann nicht in sie eindringen. Viel Blut ist auf dem Feld, das vor dir liegt, geflossen, und einige der grausamsten Schlachten der Reconquista wurden hier geschlagen. Es ist nicht wichtig zu wissen, wer das Recht oder die Wahrheit auf seiner Seite hatte: Wichtig ist, daß beide Seiten den guten Kampf kämpften.
Der gute Kampf ist der, den wir kämpfen, weil unser Herz es so will. (...)
Der gute Kampf ist der, den wir im Namen unserer Träume führen. Wenn sie mit aller Macht in unserer Jugend aufflammen, haben wir zwar viel Mut, doch wir haben noch nicht zu kämpfen gelernt. Wenn wir aber unter vielen Mühen zu kämpfen gelernt haben, hat uns der Kampfesmut verlassen. Deshalb wenden wir uns gegen uns selber und werden zu unseren schlimmsten Feinden. Wir sagen, daß unsere Träume Kindereien, zu schwierig zu verwirklichen seien oder nur daher rührten, daß wir von den Realitäten des Lebens keine Ahnung hätten. Wir töten unsere Träume, weil wir Angst davor haben, den guten Kampf aufzunehmen.« Der Druck, den Petrus' Finger auf meinen Nacken ausübte, wurde stärker. Es kam mir so vor, als hätte sich der Kirchturm verändert. Die Umrisse des Kreuzes sahen aus wie ein Mensch mit Flügeln. Ein Engel. Ich blinzelte, und das Kreuz war wieder ein Kreuz. »Das erste Symptom dafür, daß wir unsere Träume töten, ist, daß wir nie Zeit haben«, fuhr Petrus fort. »Die meistbeschäftigten Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe, waren zugleich auch die, die immer für alles Zeit hatten. Diejenigen, die nichts taten, waren immer müde, bemerkten nicht, wie wenig sie schafften, und beklagten sich ständig darüber, daß der Tag zu kurz sei. In Wahrheit hatten sie Angst davor, den guten Kampf zu kämpfen. Das zweite Symptom dafür, daß unsere Träume tot sind, sind unsere Gewißheiten. Weil wir das Leben nicht als ein großes Abenteuer sehen, das es zu leben gilt, glauben wir am Ende, daß wir uns in dem wenigen, was wir vom Leben erbeten haben, weise, gerecht und korrekt verhalten. Wir lugen nur über die Mauern unseres Alltags und hören das Geräusch der zerbrechenden Lanzen, riechen den Geruch von Schweiß und Pulver, sehen, wie die Krieger stürzen, blicken in ihre eroberungshungrigen Augen. Doch die Freude, die unendliche Freude im Herzen dessen, der diesen Kampf kämpft, weil für ihn weder der Sieg noch die Niederlage zählt, nur der Kampf an sich, die bleibt uns fremd. Das dritte Symptom für den Tod unserer Träume ist schließlich der Friede. Das Leben wird zu einem einzigen Sonntagnachmittag, verlangt nichts Großes von uns, will nie mehr von uns, als wir zu geben bereit sind. Wir halten uns dann für reif, glauben, daß wir unsere kindischen Phantasien überwunden und die Erfüllung auf persönlicher und beruflicher Ebene erlangt haben. Wir reagieren überrascht, wenn jemand in unserem Alter sagt, daß er noch dies oder das vom Leben erwartet. Aber in Wahrheit, ganz tief im Inneren unseres Herzens, wissen wir, daß wir es in Wirklichkeit nur aufgegeben haben, um unsere Träume zu kämpfen, den guten Kampf zu führen.« Der Kirchturm veränderte sich ständig, und an seiner Stelle erschien nun ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln. Doch soviel ich auch blinzelte, die Gestalt verschwand nicht wieder. Ich wollte mit Petrus sprechen, doch ich spürte, daß er noch nicht geendet hatte.
»Wenn wir auf unsere Träume verzichten und den Frieden finden«, sagte er nach einer Weile, »erleben wir eine kurze Zeit der Ruhe. Doch die toten Träume beginnen in uns zu verwesen, und sie verseuchen, was uns umgibt. Wir beginnen grausam zu den Menschen um uns herum zu werden, und am Ende richten wir diese Grausamkeit gegen uns selber. Dann tauchen Krankheiten und Psychosen auf. Was wir im Kampf vermeiden wollten - die Enttäuschung und die Niederlage -, wird zum einzigen Vermächtnis unserer Feigheit. Und eines schönen Tages haben die toten und verwesten Träume die Luft so verpestet, daß wir nicht mehr atmen können und nur noch den Tod ersehnen, den Tod, der uns von unseren Gewißheiten, unseren Sorgen und von diesem fürchterlichen Sonntagnachmittagsfrieden erlöst.« Jetzt war ich mir sicher, daß ich wirklich einen Engel sah, und konnte den Worten von Petrus nicht mehr folgen. Er mußte dies gemerkt haben, denn er nahm den Finger von meinem Nacken und hörte auf zu sprechen. Das Bild des Engels blieb noch für einige Augenblicke und verschwand dann. An seiner Stelle erschien wieder der Kirchturm.
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll Klugheit ohne Liebe macht gerissen Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch Ordnung ohne Liebe macht kleinlich Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch Macht ohne Liebe macht gewalttätig Ehre ohne Liebe macht hochmütig Besitz ohne Liebe macht geizig Glaube ohne Liebe macht fanatisch
Am Ende unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden; die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen.
Mir ist auf der Straße ein sehr armer junger Mann begegnet, der verliebt war. Sein Hut war alt, sein Mantel abgetragen, Wasser rann durch seine Schuhe, und Sterne zogen durch seine Seele.
Nicht nur still werden und den Lärm abschalten, der mich umgibt Nicht nur entspannen und die Nerven ruhig werden lassen. Das ist nur Ruhe Schweigen ist mehr. Schweigen heißt: mich loslassen. Nur einen winzigen Augenblick verzichten auf mich selbst, auf meine wünsche, auf meine Pläne, auf meine Sympathien und Abneigungen, auf meine Schmerzen und meine Freuden, auf alles, was ich von anderen halte auf alle Verdienste, auf alle Taten. Verzichten auf das, was ich getan habe, auf meine Schuld und auf alle Schuld anderer an mir, auf alles was Unheil ist. Verzichten auf mich selbst. Nur einen Augenblick DU sagen und Gott das sein lassen. Nur einen Augenblick sich lieben lassen ohne Vorbehalt, ohne zögern, bedingungslos und ohne auszuschließen, dass ich nachher brenne.
Das ist Schweigen vor Gott. Dann ist im Schweigen Stille. Und Reden. Und Handeln. Und Leiden. Und Hoffen. Und Lieben. Zugleich. Dann ist Schweigen: Empfangen. Auf dieses Schweigen weiß ich keine Antwort als: neues Schweigen, weil Gott größer ist, weil jede Antwort zu klein gerät. Und doch habe ich keine Angst zu reden und zu handeln, weil das Schweigen eines Augenblickes vor Gott und mit Gott und in Gott die lauten Stunden erlöst.
zwischen schweigen und ruhe wohnt die stille in schweigen und ruhe geschieht stille aus schweigen und ruhe in der stille plötzlich die begegnung die verwandlung ich und du
Wenn ich ganz still bin kann ich von meinem bett aus das meer rauschen hören es genügt aber nicht ganz still zu sein ich muss auch meine gedanken vom land abziehen
Es genügt nicht die gedanken vom festland abzuziehen ich muss auch das atmen dem meer anpassen weil ich beim einatmen weniger höre
Es genügt nicht den atem dem meer anzupassen ich muss auch händen und füßen die ungeduld nehmen
Es genügt nicht hände und füße zu besänftigen ich muss auch die bilder von mir weggeben
Es genügt nicht die bilder wegzugeben Ich muß auch das müssen lassen
Es genügt nicht das müssen zu lassen solange ich das ich nicht verlasse
Es genügt nicht das ich zu lassen ich lerne das fallen
Es genügt nicht zu fallen aber während ich falle und mir entsinke höre ich auf das meer zu suchen weil das meer nun von der Küste heraufgekommen in mein Zimmer getreten um mich ist
Verstehen - durch Stille, Wirken - aus Stille, Gewinnen - in Stille, "Soll das Auge die Farben gewahren, so muß es selber zuvor aller Farben entkleidet sein."