WfdW 23.So.JK.C Luk.14,25-33
Geschrieben von: Gereon Henkhues
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Wort für die Woche zum 23.Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C,
zu Luk.14,25-33 von Br. Gereon Henkhues |
Jesus befindet sich auf dem Weg nach Jerusalem.
Und wieder einmal begleitet ihn eine große Volksmenge.
Warum folgen sie ihm?
Meinen sie es ernst, oder trotten sie nur hinterher?
Nein, Jünger, wie Mitläufer verstehen noch nicht.
Und Jesus provoziert. Er schlägt radikale Töne an.
Denn spätesten am Ziel der Wanderung, Jerusalem, wird sich herausstellen, dass die Jüngergemeinschaft mit ihm zur Tod ernsten Sache gerät.
Und so legt er los.
„Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.“
Damit wir uns nicht missverstehen:
Das Wort hassen meint hier nicht zerstörerische Zwietracht, sondern Jesus gebraucht dieses heftig provozierende Wort,
um seiner Forderung ein Gewicht des „Alles oder Nichts“ zu verleihen.
Diese seine Worte im heutigen Evangelium sind hart und Jesus lässt sie natürlich nicht im Raum stehen.
Er benutzt mehrere Bildworte um deutlich zu machen, was er meint
Ein Bauherr, sagt Jesus, überschlägt die Kosten, bevor er loslegt. Wenn´s für´s Fundament reicht, aber schon nicht mehr für die erste Etage darauf, dann endet das ganze mit einer Bauruine.
Will sagen:
Du, Jünger, sich auf Jesus einlassen fordert dich ein, ganz.
Halbe Sachen das geht nicht. Ein bisschen Jesus, der dich aufbaut, der dir vergibt und dich liebt, ja auch tröstet, nein, vergiss es.
Ähnlich geht es zu mit dem zweiten Bild:
Da ist ein König, der unter Fehleinschätzung seiner Streitkräfte einen Krieg beginnt. Bei einer solchen handfesten Auseinandersetzung rechnet er vorher nach, ob er Chancen hat. Sonst bittet er lieber vorsorglich um Frieden.
Will sagen:
Erst nachdenken, dann loslegen.
Im Blick auf Jesu Nachfolge: Nicht den starken Nachfolger mimen,
und dann beim kleinsten Gegenwind umfallen. Nein, verantwortlich handeln.
Heftig das Wort Jesu vom Kreuz tragen:
„Wer nicht sein Kreuz trägt und sich vom allem lossagt, der kann mein Jünger nicht sein.“
Will sagen:
Bei Jesus bekommt das mit dem Kreuz auf sich nehmen eine existentielle Lebensbedeutung für uns Gläubige Christen.
Wer sich von Gott geliebt und beschenkt weiß, wird nicht einfach so weiter leben wie bisher,
-
also die angenehmen Spaßseiten des Lebens genießen, ohne Rücksicht
-
den eigenen Selbstwert an Macht und Einfluss messen
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Kariere nach oben durchsetzen, koste es was es wolle.
Nein:
Er wird sich im Gegenteil denen zuwenden
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die den Spaß am Leben verloren haben,
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zu denen, deren Selbstwert auf null geraten ist
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und zu denen die durch’s soziale Netz gefallen, in Armut geraten sind.
In der Spur Jesu
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leiden mit den Leidenden, damit in gemeinsamer Solidarität Freude wachsen kann,
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will Krankheit an Leib und Seele durch liebende Zuwendung überwunden werden,
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zur eigenen Schuld stehen und mit einem versöhnten Herzen handeln.
Nachfolge Jesu,
ein Tod ernstes Unterfangen, das sich zum Leben in Fülle wandelt.


